Aufruf für eine Initiative „Neuhardenberg Humanitäre Hilfe (NHH)

Anlässlich des 10. Jahrestages der zentralen Dankesfeier des Kreises Märkisch Oderland auf dem Flugplatz Neuhardenberg am 30. August 1997 für die Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des Oderhochwasers im Sommer 1997 bietet es sich an, nicht nur dankbar Rückschau zu halten, sondern auch zu überlegen, wie die zukünftige Entwicklung des Flughafens Neuhardenberg (EDON) befördert werden kann. Während des Jahrhunderthochwassers im Oderbruch vor 10 Jahren erlangte der Flughafen Neuhardenberg durch die „Sandsackflieger“ als Hubschrauberbasis für das Katastrophengebiet besondere Bedeutung zur Sicherung der Oderdämme.
Überschwemmungen und Hochwasserkatastrophen, Erdbeben und Dürren ereignen sich immer wieder weltweit. Die gewonnenen Erfahrungen aus dem Oderbruch und seines Flughafens Neuhardenberg könnten somit für die humanitäre Hilfe in Not- und Katastrophen-gebieten Afrikas und Asiens nutzbar gemacht werden. Dazu soll dieser Aufruf dienen.

Die Initiative „Neuhardenberg Humanitäre Hilfe (NHH)“ versteht sich als internen Beitrag zu den Bemühungen der Bürgeraktion PRO Flughafen Neuhardenberg, die Weiterent-wicklung des Flughafens im Oderland zu sichern und weitere Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region von Ostbrandenburg zu schaffen.
In diesem Zusammenhang sollte ein Kontakt zu dem United Nations Humanitarian Air Service (UNHAS) angebahnt werden, der im Auftrag des UN-Welternährungsprogramms (WFP) bei Naturkatastrophen weltweit in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen (NGOs) für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung zuständig ist. Zur Versorgung unzugänglicher Gebiete wird dabei das air drop-Verfahren angewendet, z.B. in Darfur (West-Sudan) oder in Überschwemmungsgebieten am Horn von Afrika. Dabei werden Hilfsgüter aus einem Transportflugzeug über einem Krisengebiet abgeworfen, wobei man mit einem Frachtverlust bis zu 30% rechnen muß, weil die Güter durch ungünstige Winde abgetrieben oder in unwegsamem Gelände nicht gefunden werden.
Hier kann ein neuer steuerbarer Gleitschirm Abhilfe schaffen, der unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Kröplin an der Universität Stuttgart entwickelt wurde. So können Hilfsgüter wie Medikamente, Nahrungsmittel, Zelte und Decken zielgenau landen, wenn sie mit diesem gelenkten Gleitschirm befördert werden. Die Entwicklung des Gleitschirms ist abgeschlossen. Der Einsatz benötigt keine Spezialisten. Das Gerät ist kostengünstig zu erwerben und kann weltweit eingesetzt werden. Die Tragfähigkeit des Systems ist für Lasten bis zu 2 t konzipiert.

Die schweizerische AERO Trans AG aus Zürich ist ggf. willens, die Produktion dieses Fluggeräts und des modernen Luftschiffs HELIOS am Standort Neuhardenberg aufzunehmen, wenn zuvor eine erforderliche Ausfallbürgschaft seitens des Landes gewährt wird.

Es wird um positive Stellungnahmen zu diesem Vorschlag gebeten.
26. Juli 2007Dr. Horst Bloch
Buchenhain 20
D-57271 Hilchenbach
Email: dr.horst.bloch@t-online.de